Nightshooting mit K-7 und Fuji S5.1pro
Nightshooting mit K-7 und Fuji S5.1pro
Nightshooting mit K-7 und Fuji S5.1pro
Donnerstag, 11. Juni 2009
Am Mittwochabend traf ich mich mit einigen Freunden an der Isar um gemeinsam ein paar Fotos zu machen. Bei der Gelegenheit habe ich auch die Möglichkeit gehabt die Pentax mit meiner „geRainerten“ Fuji S5pro zu vergleichen. Bei der „Fuji S5.1pro“ ist der AA-Filter vor dem Sensor entfernt worden, was einen Auflösungssprung von ca 7-8 auf ca 10MP bewirkt hat. Handelsübliche, nichtmodifizierte S5pro‘s würden daher beim Auflösungsvergleich entsprechend schlechter abschneiden.
Als Objektive kamen zum Einsatz an der K-7 das „unlimited“ FA 35/2 sowie ein A* 85/1,4. Auf der Fujiseite verwendete ich das AF-S 35/1,8 und das AF-D 85/1,4. Alle vier Objektive liegen von den Auflösung in einem ähnlich guten Bereich, Fotografiert wurden zwei verschiedene Szenen bei ISO100 und Blende 4 (um die Belichtungszeiten in einem angemessenen Rahmen zu halten. ich bin mir sehr wohl bewusst das die verwendeten Objektive ihr auflösungsmaximum erst bei blende 5,6-8 erreichen)
Getestet habe ich das Handling der Kameras, die Auflösung, das Rauschen beim anheben der Tiefen im RAW und den Dynamikumfang sowie an der Pentax ausserdem die HDR-Funktion im JPEG Modus.
Handling der K-7
Die K-7 war der Handling-Sieger bei diesem Nightshooting - und das obwohl ich die K-7 noch nicht allzu lange verwende.
Auf der Habenseite steht bei der K-7:
-Der 2s Selbstauslöser mit Spiegelvorauslösung
-Die Möglichkeit per Infrarotfernbedienung auszulösen (hinter der kamera!)
-Die Möglichkeit HDRs direkt in der Kamera zu erzeugen um den Dynamikumfang zu erhöhen
-Die Möglichkeit Belichtungsreihen direkt hintereinander ohne weiteren druck auf den Auslöser aufzunehmen (siehe hierzu auch diesen Blog-Artikel: *klick*)
- Die Belichtungssicherheit und der gut funktionierende automatische Weissabgleich
-Das per Menü aktivierbare Statusdisplay auf der Rückseite ist eine gute Idee, speziell wenn man mit Stativ arbeitet und nicht von oben auf die Kamera sehen kann.
-Die Auflösung des Sensors der K-7 ist sehr gut
Auf der Minuspunktliste der K-7 finden sich:
-Die Merkwürdigen Farben, je nach gewähltem Farbprogramm, die Einstellung „lebendig“ lässt die Farben etwas rot quietschen. Im RAW jedoch leicht korrigierbar.
-Die Displaybeleuchtung für das obere display ist nicht über einen Knopf an und abschaltbar, sondern nur über das Menü (unterpunkt 29 im custom-menü) - leider. Dieser Punkt war bei K10 und K20 deutlich besser gelöst.
-Das Statusdisplay auf der Rückseite muss erst im Menü gesucht und anschliessend aktiviert werden - eine Mehrfachbelegung des Info-Button mit der man zwischen Info-Menü, Statusdisplay oder Monitor-Aus hin und herschalten kann - so wie dies bei Olympus gelöst ist hätte mir deutlich besser gefallen.
-Der Dynamikumfang des Pentax-Sensors reicht leider nicht an den Dynamikumfang der Fuji heran.
Die Auflösung der Kameras
Erwartungsgemäss liegt die Pentax dank etwas stärkerem Kontrast und höherer Auflösung einen Tick vorne. In der Praxis wird der Unterschied jedoch nicht ins Gewicht fallen. Bemerkenswert ist, das beim Pentax A* 85/1,4 die Auflösung nicht ganz so hoch war wie beim Nikon 85/1,4 an der Fuji, obwohl ich die jeweils grösste Aufnahme aus einer Fokusreihe gewählt hatte.
Die DNGs der K-7 können in Lightroom 2.3 (mit ACR5.3) problemlos verarbeitet werden.
Die PEF Dateien der K-7 werden bisher noch nicht unterstützt. Wieder ein Punkt der für das offene RAW-Format DNG spricht.
Gesamte Szene Pentax K-7 Gesamte Szene Fuji S5.1pro
100% crop aus der K-7 mit FA 35/2 100% crop aus der Fuji S5.1 mit AF-S 35/1,8
Aufnahmedaten: Iso100/Blende 4/1s/Av Aufnahmedaten: Iso100/Blende 4/0,3“s/Av
Gesamte Szene Pentax K-7 Gesamte Szene Fuji S5.1pro
100% crop aus der K-7 mit A* 85/1,4 100% crop aus der Fuji S5.1 mit AF-D 85/1,4
Aufnahmedaten: Iso100/Blende 4/1s/Av Aufnahmedaten: Iso100/Blende 4/1s/Av
Rauschen bei gleichem Kontrast
Es fällt auf, dass die Pentax bei einem ähnlichen Kontrastverhältnis des JPEG-Ergebnisses deutlich mehr in den Tiefen des Bildes rauscht als die Fuji, die dank der Sensortechnologie mit der Aufzeichnung eines hellen und eines dunklen Bildes in einer Auslösung, die Tiefen nicht anheben muß und somit kein zusätzliches Rauschen verursacht.
Dynamikumfang RAW
Die Fuji liegt hier erwartungsgemäss dank der Sensortechnologie vorne - In den LIchtern ist bei der Fuji noch deutlich mehr Zeichnung vorhanden als in den Lichtern der Pentax:
Eine Kurze Demo der HDR-Funktion der K-7
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